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| Oswald von Wolkenstein und seine Burgen |
Der Südtiroler Adlige Oswald von Wolkenstein ist der bedeutendste Minnesänger des ausgehenden Mittelalters. Geboren um 1377 in Südtirol, aufgewachsen auf der Trostburg , verließ er mit zehn Jahren seine Heimat und bereiste ganz Europa und den Orient. Beachtliche 130 Lieder hat er im Laufe seines rund 70-jährigen Lebens verfasst.
Aus seinen Minneliedern ist seine Geliebte Sabine Jäger bekannt, die er auf Burg Hauenstein in Seis kennen und lieben lernte. Nach seiner Heimkehr von der Pilgerfahrt ins Heilige Land fand der Kreuzfahrer die Trostburg trauernd um den Tod des Vaters und das Brautgemach zu Hauenstein besetzt: Sabine hatte einen Handelsmann namens Jäger geheiratet. Als Oswald im Schmerz, über das, was ihm Sabine angetan hatte, einen Prozess um das Besitzrechte der Wolkensteiner auf Burg Hauenstein einforderte, lockte Sabine ihren alte Liebhaber in einen Hinterhalt und hielt Oswald jahrelang auf Hauenstein in Gefangenschaft. Seine unsterblichen Werke von unendlicher Traurigkeit und düsterem Sehnen beherrscht stammen aus dieser Zeit.
Nach Sabines Tod nahm Oswald Margaretha von Schwangau zur Frau, welche ihm zwei Söhne schenkte und zu meisterhaften Liebesliedern inspirierte. Nach einem turbulenten Leben starb Wolkenstein mit 78 Jahren in Meran und wurde im Kloster Neustift bei Brixen begraben. |
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| Kirchen, Museen und Brauchtum |
Der freistehende Glockenturm auf dem Dorfplatz ist das mächtige Wahrzeichen von Kastelruth. Neben den sieben Kapellen auf dem Kalvarienberg in Kastelruth sind die kleinen Kirchen der umliegenden Fraktionen sowie die vielen Bildstöckl zu nennen, welchen Wanderer bei ihren Spaziergängen begegnen.
Von echtem Kastelruther Brauchtum einer vergangenen Zeit erzählen auch die winterliche Bauernhochzeit mit Pferdeschlitten und der bunte Trachtenumzug beim großen Sommer-Dorffest. Eine Reise in das arbeitsreiche Leben der Bauern erlaubt uns außerdem das Bauernmuseum in St. Oswald, wo Zeitzeugen längst vergangener Tage über das harte, beschwerliche Leben der Bergbauern erzählen.
Das Schulmuseum in Tagusens bietet den Besuchern eine einmalige Sammlung an Einrichtungsgegenständen und Unterrichtsgegenständen, die über Jahre zusammengetragen wurde.
In Bozen stellt Ihnen das Ötzi -Museum den 5.300 Jahre alten Mann aus dem Eis vor und erzählt ihnen 15.000 Jahre alpine Geschichte.
Neben einer Vielzahl von Museen in Südtirol findet jährlich ein breites Angebot interessanter Ausstellungen statt. So bietet die Trostburg den Besuchern ganzjährig ein Burgenmuseeum, eine Sammlung von Modellen der bedeutesten Schlösser und Burgen des Landes. |
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| Hexen und Sagen |
Die Seiser Alm und ihre umliegenden Dörfer sind voll von mythologischen und sagenumwobenen Wesen. Unzählige gutmütige aber auch bösartige Kreaturen geistern umher. Einige davon sind: die Kräuterfrauen , die Kranken die Farbe der Morgenröte auf die Wangen zaubern, die seligen Weiblein, die von König Laurin in Blumen verzaubert worden sind und natürlich auch Zwerge , Riesen und "Wilde Leut" . Über alle dominieren natürlich die Hexen, die es nicht nur aber vor allem auf dem Schlern, der Hexenberg par excellence, recht wild treiben und im Land allerlei Schäden anrichten.
Ein blumiger Kranz von Sagen, urzeitlicher Mythen und Berichten, um Kämpfe gegen Teufels- und Hexenzauber blüht auf unseren weiten Alm- und mächtigen Gebirgslandschaften und werden heute noch erzählt:
Versteinerte Heuschober: Einmal machte ein Bauer trotz gebotenen Feiertage auf der Seiser Alm Heuschober auf. Die Leute warnten ihn vor seinem frevelhaften treiben, an einem Feiertage zu arbeiten. Er aber freute sich ob der getanen Arbeit und kehrte nach Hause. Des anderen Tages fand er aber seine schönen Heuschober in Steine verwandelt, die man noch heutzutage auf unserer Fallerwiese auf der Seiser Alm sehen kann. |
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